MVAgusta F4 1000 S


F4 1000 S

MVAgusta F4 1000 S
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Testbericht
 

MV Agusta F4 1000 mit 166 PS und 301 km/h
Die Schönste weit und breit
(12.09.2003)

Varese/I (ebr) – MV Agusta hat es wieder mal geschafft: Die Schönste auf dem Mailänder Salon
(17. bis 21. September), das steht schon vor Messebeginn fest, kommt aus Varese.
Mit grafischen Änderungen und neuen Farben verschaffte Meister-Entwickler Massimo Tamburini der neuen, hochpotenten 1000er des Hauses eine noch elegantere und ausdrucksstärkere Optik als der 750er. Doch die 1000er soll nicht nur die Schönste sein, sondern auch die Schnellste. MV verspricht 166 PS und ein Drehmoment von 109 Nm, dazu ein Verdichtungsverhältnis von 13:1 – die F4 1000S dürfte abgehen wie eine Rakete. Laut der technischen Daten soll allein der erste Gang bis knapp 125 km/h reichen, im sechsten und letzten spielt die MV dann ihre ganze Power aus: 301 km/h Spitze gibt MV an.

MVAgusta F41000 S
Schöne Aussichten: Das dürfen künftige MV Agusta F4 1000-Fahrer erwarten
Foto: MV Agusta

Der nagelneue 998-ccm-Motor der F4 1000 basiert auf dem 750er-Vierzylinder, die Bohrung wuchs von 73,8 mm auf 76 mm, der Hub von 43,8 auf 55 mm. Dennoch wiegt der neue Motor gut zweieinhalb Kilogramm weniger als der 750er, denn entscheidende Teile wie Kurbelwelle, Nockenwellen , Kolben, Pleuel, Brennraum, Kupplung und Anlasser haben die Techniker um Motoren-Chef Andrea Goggi gründlich überarbeitet und dabei abgespeckt. Einen Kat bringt die neue MV außerdem mit, so dass sie die Abgasverordnungen der EU lässig meistert.

Der Gitterrohrrahmen der 1000er bleibt gegenüber der 750er unverändert, doch in Sachen Fahrwerk gibt es Neuigkeiten. Vorn arbeitet eine Marzocchi-Upsidedown-Gabel mit 50 mm Gleitrohrdurchmesser, hinten spendierte MV ein Sachs-Racing-Federbein; der Lenkungsdämpfer stammt, wie an der 750er, von Öhlins. Ebenfalls neu ist das so genannte Engine Brake System, das dem Hopping entgegenwirken soll und, im Gegensatz zum üblichen Vorgehen, nicht auf die Kupplung einwirkt, sondern mittels eines Luftventils im Ansaugtrakt des zweiten Zylinders funktioniert. Dieser Zylinder bekommt dann auch bei geschlossener Drosselklappe Luft und stellt Drehmoment zur Verfügung, wodurch die Motorbremse nicht ganz so hart einsetzt. Das soll den Spaß auf kurvigen, schnellen Strecken auf die Spitze treiben.

Zu haben ist die MV als Einsitzer (F4 1000 S) und als Zweisitzer (F4 1000 1+1) und in den Lackierungen Silber/Gelb, Silber/Blau und im klassichen Silber/Rot, die Sitzbank passt jeweils zur Farbe. Stellt sich bloß die bange Frage: Wann? Doch bei MV gibt man sich zuversichtlich, denn dank der Finanzspritze der Banken Ende 2002 wird jetzt wieder produziert, die nötigen Teile sind vorhanden. Die neue 1000er wird daher voraussichtlich ab Januar gebaut. Preis: rund 20 000 Euro. Für Liebhaber potenter und exklusiver Motorräder bestimmt nicht zu viel. Denn eins steht fest: So viel Schönheit gibt es sonst nirgends.

Oder vielleicht doch, nämlich beim gleichen Hersteller. Denn auf der Messe will MV außerdem das limitierte Sondermodell »Massimo Tamburini« vorstellen. Die soll dem Vernehmen nach noch mehr Leistung haben und noch schöner sein – allerdings auch teurer.

Eva Breutel

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letzteAenderung. am 16.November 2003